„Auf dem Weg zum Frieden“: Das Friedenslicht leuchtet im politischen Berlin

VonTobias Regesch

„Auf dem Weg zum Frieden“: Das Friedenslicht leuchtet im politischen Berlin

Berlin, 20.12.2017. Pfadfinderinnen und Pfadfinder tragen das Friedenslicht aus Betlehem in der Adventszeit in die Bundesministerien und -institutionen in Berlin und setzen so ein Zeichen für eine friedlichere Welt.

Vom 17. bis20. Dezember 2017 war eine Delegation aus zehn Pfadfinderinnen und Pfadfindern in besonderer Mission unterwegs: Sie brachten das Friedenslicht in die Bundesministerien und -institutionen in Berlin. Das Friedenslicht war am dritten Adventswochenende von 150 deutschen Pfadfinderinnen und Pfadfindern von der zentralen Aussendungsfeier in Wien abgeholt und am Sonntag mit dem Zug in der ganzen Bundesrepublik an Landesverbände und Ortsgruppen, weitergegeben worden. Der Startschuss der diesjährigen Aktion im politischen Berlin fiel im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gemeinsam mit Bundesministerin Dr. Barbara Hendricks. In den folgenden drei Tagen brachte die Delegation das Friedenslicht in alle Ministerien, den Bundestag, das Bundeskanzlerinnenamt und das Bundespräsidialamt. Ihren Abschluss fand die Aktion am Mittwochabend im Auswärtigen Amt bei Staatsministerin Maria Böhmer.

Unter dem Motto „Auf dem Weg zum Frieden“ forderten die Pfadfinderinnen und Pfadfinder in 2017 dazu auf, sich durchgehend für den Frieden einzusetzen und auch im eigenen Umfeld Frieden zu schaffen. Gemeinsam besuchte die Delegation den Aussendungsgottesdienst des Friedenslichts in Berlin in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, in dem auch den Opfern des Terroranschlags am Breitscheidplatz vergangenes Jahr gedacht wurde. Dem Auftrag Lord Baden-Powells, dem Gründer der Pfadfinderinnen- und Pfadfinderbewegung folgend, setzen sich Pfadfinderinnen und Pfadfinder für eine bessere Welt ein. Der Einsatz für den Frieden und für das friedvolle Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen ist ein elementares Ziel ihres Engagements.

Die Besuche im politischen Berlin haben mittlerweile eine mehrjährige Tradition. Neben der Übergabe des Lichts nutzen die Pfadfinderinnen und Pfadfinder die Möglichkeit, im Gespräch mit Ministerinnen und Ministern, Staatssekretärinnen und Staatssekretären die Bedeutung der Friedenspolitik für junge Menschen in Deutschland zu vermitteln.

Leonie Hornung (PSG) freute sich besonders über den herzlichen Empfang bei Bundesministerin Katarina Barley im BMFSFJ: „Es ist schön, dass wir jedes Jahr in ‚unserem’ Ministerium gemeinsam mit einer Schulklasse die Weihnachtszeit einläuten. Unsere Botschaft hinterlässt hier Spuren und in diesem Jahr konnten wir gemeinsam mit Kindern mit Fluchterfahrung, ihren Familien und den Schulkindern einer Inklusionsklasse noch einmal ein besonderes Zeichen für Frieden und Freundschaft setzten.“ Lea Thiekötter (RDP, Jugendpolitische Sprecherin) ergänzt: „Das Friedenslicht aus Betlehem ist ein wichtiges Zeichen der Pfadfinderinnen und Pfadfinder für Frieden und besonders in der aktuellen Zeit wichtiger denn je. Es ist sehr schön, dass auch in diesem Jahr die Tradition der Überbringung in die Bundesministerien und -institutionen fortgeführt werden konnte und wir überall so herzlich empfangen wurden.“

Die Aktion Friedenslicht wurde 1986 vom Österreichischen Rundfunk (ORF) ins Leben gerufen. Jedes Jahr entzündet ein Kind das Friedenslicht an einer Flamme in der Geburtsgrotte Christi in Betlehem. Seit nun 24 Jahren verteilen die vier Verbände der Ringe deutscher Pfadfinderinnen- und Pfadfinderverbände (BdP, DPSG, PSG und VCP) gemeinsam mit dem Verband Deutscher Altpfadfindergilden (VDAPG) das Friedenslicht in Deutschland ab dem 3. Adventssonntag.

Näheres zur Aktion Friedenslicht in Deutschland gibt es auf der Website www.friedenslicht.de sowie in den sozialen Netzwerken bei Facebook (www.facebook.com/friedenslicht.aus.betlehem) und Twitter (www.twitter.com/friedenslicht) unter dem Hashtag #Friedenslicht.

Mitglieder in dem Ring Deutscher Pfadfinderinnenverbände (RDP) und dem Ring Deutscher Pfadfinderverbände (RdP) sind der Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP), die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG), die Pfadfinderinnenschaft St. Georg (PSG) sowie der Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP). Pfadfinden ist eine freie, parteipolitisch ungebundene Erziehungsbewegung für Kinder und Jugendliche. Alle dürfen mitmachen. Erziehung zum Frieden, gleichberechtigtes Zusammenleben, Toleranz und Respekt gegenüber anderen Menschen, Engagement für Natur und Umwelt und die Übernahme von gesellschaftlicher Verantwortung sind die inhaltlichen Schwerpunkte. Die Ringverbände zählen in Deutschland insgesamt 220.000 Mitglieder.

Über den Autor

Tobias Regesch editor