Ideen für Gruppenstunden

VonJonas Wolf

Ideen für Gruppenstunden

Kerzen gestalten

Mit farbigen Wachsplatten werden Stumpenkerzen mit Friedensmotiven verziert.
Die Gruppenmitglieder sollten zunächst Ideen finden, welche Motive geeignet sind.
Die Motive werden mit einem Messer aus den Wachsplatten geschnitten und auf die Kerzen geklebt. Sie haften durch die Wärme der Hand.
Fortgeschrittene können mit den Wachsplatten auch dreidimensionale Dinge formen und mit Hilfe eines Föns auf der Kerze befestigen.

Kerzengießen

Sicherlich habt ihr bei euch zu Hause auch unzählige Kerzenreste, die eigentlich viel zu schade zum Wegwerfen sind. Wie wär’s denn, wenn ihr daraus wunderschöne neue Kerzen gießen würdet?

Und so wird’s gemacht:
Zuerst die durchgefärbten Kerzenreste nach Farben sortieren.
Die Reste dann in einem alten Topf oder in Gläsern im Wasserbad schmelzen und die alten Dochte vorsichtig herausfischen. Einen neuen Docht, den ihr in jedem Bastelgeschäft kaufen könnt, in der gewünschten Länge abschneiden und in flüssigem Wachs bis auf ca. 3 cm tränken. Durch das wachslose Dochtende eine Stricknadel durchstechen und diese quer auf ein altes Glas, zum Beispiel Marmeladen-, Senf- oder Obstglas, legen. Flüssiges Wachs hineingießen und erkalten lassen. Wenn ihr kunterbunte Streifen haben wollt, könnt ihr kurz bevor das Wachs kalt wird, immer eine neue Farbschicht hineingießen. Am Schluss, wenn das Wachs hart geworden ist, das Glas in ein altes Tuch einwickeln und vorsichtig mit einem Hammer zerschlagen.

Sollte euch das zu gefährlich oder zu umständlich sein, könnt ihr statt Gläser auch Plastikbecher benutzen!

Beispiele

Kerzen gießen ist nicht sonderlich schwierig. Man erhitzt Wachs auf einer Herdplatte im Wasserbad, bis er flüssig ist (Vorsicht, Wachs wird schnell flüssig und brennt schon, wenn das Wasser noch nicht mal kocht, daher Herdplatte langsam hochregeln und nie aus den Augen lassen!). Dann gibt es verschiedene Möglichkeiten, den Wachs zu färben. Entweder hat man Bienenwachs (gelb) oder man gibt zum Wachs Textilfarben oder besser geraspelte Wachsmalkreide. Jetzt kann man entweder Kerzen an einem Docht ziehen (mehrere Tauchgänge) oder in eine vorbereitete Form (Pappröhre, in der ein Docht gespannt ist, deren Mantel mit (Overhead-)Folie ausgelegt und die unten gut versiegelt ist) gießen. Nachdem der Wachs fest geworden ist, kann man eine andere Farbe darübergießen, die Röhre dabei schräg halten, damit die Farben nicht einfach stumpf geschichtet sind.
Es lassen sich auch aus warmem Wachs Figuren formen, wie man sie häufig auf Weihnachsmärkten sieht.

Umgang mit Wachs und allgemeine Vorbereitungen, Kerzenfärben

Wachs bekommt man oft in den Haushalten oder aber auch in der Kirchengemeinde, hier vielleicht den Pastor oder die Pastorin anfragen, oder aber den Küster oder die Küsterin. Dochte und manche neckische Gussform gibt es im Bastelgeschäft, aber auch aus Schalen, Schüsseln, Abwasserrohren (möglichst neu) lassen sich gute Formen schaffen.

Als Hilfsmittel sind eine Herdplatte oder ein Herd gut sowie Töpfe zum Schmelzen, ein großer Topf mit Wasser, um das Wachs schonend zu erwärmen, ein Eimer kalten Wasser im Verbrennungsfall und wenigstens einen Topfdeckel zum Feuerlöschen sowie Löffel zum Umrühren des Wachses, hilfreich können weiterhin alte Strümpfe zum Durchseihen des flüssigen Wachses sein oder ein alter Durchschlag aus der Küche. Im Brandfalle niemals mit Wasser löschen. Brennendes Wachs verhält sich wie brennendes Fett, es gibt eine Stichflamme und kann bei Wasserzugabe verpuffen, daher der große Topfdeckel. Um schöne Wachsfarben zu erhalten, sollte im Vorfeld das Wachs sortiert werden, da andernfalls so ein wischiwaschibraun rauskommt. Vorsortiertes Wachs ist ansehnlicher, neu färben geht mit Wachsfärbestiften oder auch Wachsstiften, die mit eingeschmolzen werden.

Kerzenziehen

Man nimmt seinen Docht und steckt diesen in das flüssige Wachs, zieht in wieder heraus und wartet einen Moment. Nun steckt man ihn wieder in das Wachs, zieht in heraus, wartet einen Moment, …
Dadurch, dass man den Docht als Tiefer in das Wachs gleiten lässt, entsteht am Docht eine Wachsschicht, die als Dicker wird und schließlich eine Kerze ergibt. (Bei Kindern baut man für das Warten und Ziehen am Besten einen Tisch auf, auf den man das Wachs stellt und die Kinder laufen im Kreis herum). Wenn man seine Kerze für groß genug hält, hängt man sie am ungewachsten Dochtende auf und lässt sie trocknen. Achtung: Die Kerze tropft dann auch noch. Nach dem Trocknen taucht man den Docht noch in das Wachs, damit man diesen auch anstecken kann. Mit dem restlichen Wachs lassen sich jetzt noch sehr gut Kerzen gießen.

Duftkerzen

Dafür hab ich die roten Kerzenreste verwendet, sie eingeschmolzen und mit Duftöl vermischt. Und das Ganze in ein breites Glas gekippt, denn so kann sich später das Duftöl gut entfalten. Vor dem Wachs einfüllen das eine Dochtende um ein Trinkröhrchen wickeln und mittig auf das Glas legen, so dass das andere Ende ins Glas hängt.

Anhänger aus Kerzenwachs Anhänger ausstechen

Ausstechen: Mit einem Keksausstecher die gewünschte Anhängerform aus der Wachsplatte ausstechen. Es werden je 2 Stück von einer Form für einen Anhänger benötigt. Dann eine Anhängerkordel anlegen. Dann das Gegenstück genau auf das Stück mit der angedrückten Kordel auflegen und zusammendrücken. Darauf achten, nicht zu fest zu drücken, damit die Wabenstruktur erhalten bleibt.

Kerzen rollen

Wabenplatte zurechtschneiden, Docht anlegen unter Beachtung der Brennrichtung des Dochtes – der Docht ist oftmals an einem der Enden mit einem Knoten versehen. Dieser Knoten bedeutet meist, dass hier das untere Dochtende ist. Docht einrollen und dann Kerze rollen. Die Wabenplatte weiter einrollen, dabei so rollen, dass der obere Teil der Wabenplatte immer 1 – 1,5 Millimeter unter dem bereits gerollten Teil liegt. So erhält man einen schönen Kegel an der Kerzenspitze. Zum Schluss: Docht abschneiden.

Reliefgießen

Beim Reliefgießen mit Bienenwachs sollte dieses nicht über 75 Grad Celsius (Thermometer) erhitzt werden, um eine Schrumpfung beim Erkalten zu vermeiden. Das Wachs wird in eine Form gegossen und ein Aufhänger- oder Metallgarn eingelegt. Nach dem Erkalten kann entformt werden.

Seiten: 1 2 3 4 5 6

Über den Autor

Jonas Wolf administrator