Hochgebet

VonJonas Wolf

Hochgebet

Hochgebet zum Licht von Betlehem

P: Der Herr sei mit euch.
A: Und mit Deinem Geiste.
P: Wo habt Ihr die Herzen?
A: Wir haben sie beim Herrn.
P: Lasset uns danken dem Herrn, unserm Gott.
A: Das ist würdig und recht.
P: Wir danken dir, treuer und barmherziger Vater,
für Jesus deinen Sohn, unseren Herrn und Bruder,
der von sich sagte: „Ich bin das Licht der Welt!“
A: Er wollte Dein Licht hineintragen in unsere Zeit.
Deshalb galt seine Liebe den Armen und Kranken,
den Ausgestoßenen und denen,
die nicht mehr weiter wussten.
P: An keinem ging er vorüber. Allen brachte er Deine Liebe nahe. So zeigen uns sein Leben und seine Botschaft, dass du ein Gott bist, der sich für uns Menschen da ist, wie ein kleines Licht in der Dunkelheit leuchtet und alles erhellt.
A: Darum loben und preisen wir dich,
wir rühmen deine Liebe und Treue
und verkünden mit allen Engeln und Heiligen
und Deiner ganzen Schöpfung
das Lob deiner Herrlichkeit:
SANCTUS
P: Ja, wir preisen dich, heiliger Vater.
Denn du willst immer mit uns auf dem Weg sein,
uns als Licht auf unserem Weg leuchten.
Ganz nahe bist Du uns,
wenn wir uns versammeln zu dem Mahl,
das Jesus uns hinterlassen hat.
A: Auch wir haben Brot und Wein in unserer Mitte:
Zeichen für all das, was Du uns zum Leben schenkst.
P: Mit diesen Gaben bringen wir auch das mit,
was uns ausmacht:
was uns Freude macht im Leben wie das, was schwer ist.
Wir glauben daran,
dass Du auch uns ansprichst wie damals Deine Jünger
und uns und unser Leben verwandeln willst.
A: Wie sie damals essen auch wir
gemeinsam von einem Brot
und trinken aus einem Becher
als Zeichen der Gemeinschaft.
P: Ein Zeichen unserer Gemeinschaft untereinander
und der Gemeinschaft mit Dir, guter Gott.
Darum bitten wir Dich:
P: Sende Deinen Geist
über diese Gaben von Brot und Wein,
damit Jesus Christus selbst mit Leib und Blut
in unserer Mitte gegenwärtig ist.
P: In der Nacht, bevor er am Kreuz starb,
feierte er mit seinen Jüngern das Pessachmahl.
Und während des Mahles nahm er das Brot
und sagte Dir Dank,
er brach das Brot, gab es seinen Jüngern und sagte:
P: NEHMT UND ESST ALLE DAVON:
DAS IST MEIN LEIB,
DER FÜR EUCH HINGEGEBEN WIRD.
P: Dann nahm er auch den Kelch mit Wein,
dankte Dir, Gott, noch einmal,
gab den Kelch an seine Jünger und sagte:
P: NEHMT UND TRINKT ALLE DARAUS:
DAS IST DER KELCH DES NEUEN
UND EWIGEN BUNDES,
MEIN BLUT, DAS FÜR EUCH
UND FÜR ALLE VERGOSSEN WIRD
ZUR VERGEBUNG DER SÜNDEN.
WENN IHR DIES TUT,
TUT ES ZU MEINEM GEDÄCHTNIS.
P: Geheimnis des Glaubens:
A: Deinen Tod, o Herr, verkünden wir,
und deine Auferstehung preisen wir,
bis du kommst in Herrlichkeit.
P: Darum, Herr, sind wir hierher gekommen –
von Dir gerufen und gepackt von Deinem Evangelium.
Wie im Licht von Betlehem – und noch viel näher –
schenkst Du uns Deine Gegenwart
in den Gestalten von Brot und Wein.
A: Darum bekennen wir hier
unseren Glauben an Jesus Christus,
der weiterwirkt durch den heiligen Geist,
den er uns gesandt hat.
In ihm bist Du ganz für uns da
und gibt uns neue Kraft auf unserem Weg.
P: In Deiner Liebe dürfen wir es wagen,
aufzubrechen und neue Wege zu gehen.
In Deiner Nachfolge kann unser Leben gelingen
und Hoffnung sein
auch für die Menschen um uns herum.
A: So gedenken wir auch aller Christen
auf der ganzen Welt:
lass uns die Zeichen der Zeit verstehen
und in Treue zu Dir und Deiner Botschaft wachsen.
Mach uns offen für die Menschen um uns herum,
damit wir ihre Nöte und Sehnsüchte,
ihre Ängste und Hoffnungen sehen und teilen
und gemeinsam den Weg gehen
zu Deinem Reich des Friedens.
P: Mach uns unruhig, Gott – gib uns Hoffnung!
Lass in Deinen Kirchen sichtbar werden,
dass Du kein Gott der Toten bist, sondern einer,
der Leben schenkt und Leben schafft.
Enttäusche unser Vertrauen nicht,
denn auf Dich bauen wir.
A: Durch Christus, mit ihm und in ihm
sind wir Deine Menschen,
bist Du unser Vater,
unsere Hoffnung, unser Leben –
jetzt und in Ewigkeit. Amen.

Quelle: Guido Hügen OSB, Bundeskurat der DPSG

Über den Autor

Jonas Wolf administrator