Mut zum Frieden
Völker erheben ihre Waffen, *
sie führen Krieg, um sich gegenseitig zu vernichten;
Immer größeres Vernichtungspotential legen sie sich zu, *
es reicht aus, um die Erde x-mal in die Luft zu jagen.
Ein Pulverfass ist diese Erde geworden, *
ich habe Angst, dass es einmal den großen Knall gibt.
Menschen bauen sich Feindbilder auf *
und können sich nicht mehr offen begegnen.
„Wie du mir, so ich dir“, heißt die Parole, *
den ersten Schritt zu tun, ist keiner bereit.
Jeder fürchtet den anderen und bewaffnet sich bis an die Zähne, *
Vertrauen ist zum Fremdwort unter den Völkern geworden.
Millionen werden ausgegeben für Waffen, *
und Millionen sterben jährlich an Hunger.
Warum ist das nötig, ich kann es nicht begreifen, *
dass Menschen sich mit Bomben voreinander schützen
und anderen fehlt das Brot zum Leben.
Auch deine Schöpfung, Herr, liegt im Stöhnen, *
weil der Mensch sie immer mehr ausraubt.
Zum Kriegsschauplatz seiner Besitzgelüste ist sie geworden, *
zu einem Rohstofflager, von dem er sich nimmt,
was er will.
Wie aber wird es aussehen, wenn alles verbraucht ist, *
was wird uns bleiben, wenn Wasser, Wald und Boden
kein Leben mehr haben?
Was werden unsere Nachkommen einmal sagen, *
wenn sie zu spüren bekommen, was wir ihnen hinterlassen?
Vielleicht werden sie uns verfluchen, *
in die Hölle wünschen mit all unseren Machtwerken.
So stehe ich hier und bitte um Frieden, Herr, *
unter den Menschen und mit der Natur.
Ich spüre soviel, was mich mutlos macht, *
doch auch viele Hoffnungszeichen
kann ich entdecken am Horizont.
Ich sehe Menschen, die sich zusammenschließen, *
um miteinander für den Frieden zu beten.
Ich sehe Menschen aller Völker und Nationen, Religionen und Konfessionen, *
denen der Friede zum Anliegen geworden ist.
Ich sehe Menschen in Gruppen und Initiativen, *
die ihren Lebens- und Umgangsstil ändern.
Ich sehe Menschen, die Konflikte anders zu lösen versuchen *
als mit Gewalt und Bedrohung.
Dies macht mir Mut, Herr, und gibt mir die Möglichkeit, *
mich mit diesen Menschen zusammenzuschließen
auf dem Weg zu einem friedlichen Miteinander.
Denn im Grunde meines Herzens vertraue ich darauf, *
dass diese Erde in dein Friedensreich einmündet.
Du, Herr, wirst dich letztlich durchsetzen, *
und nicht die Mächte der Zerstörung und Vernichtung.
Du wirst die Herzen der Menschen von Grund auf bekehren *
und sie mit dem Geist der Liebe und des Friedens erfüllen,
darauf hoffe ich, und das gibt mir die Kraft, *
zu arbeiten für eine bessere Welt.
Denn ich weiß, du stehst auf der Seite des Lebens *
und nicht des Todes und Verderbens.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit *
und in Ewigkeit. Amen.
Aus der Arbeitshilfe der DPSG Würzburg
